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Warum Barrierefreiheit im Webdesign jetzt wichtiger ist denn je

Entdecken Sie, wieso Barrierefreiheit im Webdesign unabdingbar ist, um eine inklusive digitale Welt zu schaffen.
Barrierefreiheit

Wussten Sie, dass rund 30% der Menschen in Deutschland eine Behinderung haben? Diese Behinderung könnte es ihnen schwer machen, Websites zu nutzen, wie sie jetzt sind. Deshalb könnten Firmen ein Drittel ihrer Kunden verlieren, wenn ihre Webseiten nicht barrierefrei sind.

In unserer digitalen Welt müssen alle Menschen Zugang zu Infos und Diensten haben. Das gilt auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. Barrierefreiheit im Internet ist nicht nur eine Frage der Ethik. Es ist auch eine Chance für Unternehmen. Ab dem 28. Juni 2025 ist es durch das BFSG gesetzlich vorgeschrieben, Websites barrierefrei zu machen. Das ist eine tolle Chance, Verantwortung zu zeigen und mehr Kunden zu erreichen.

Wichtige Erkenntnisse

  • 30% der deutschen Bevölkerung könnten durch Barrierefreiheit im Webdesign besser erreicht werden.
  • Barrierefreies Webdesign stärkt die digitale Inklusion und schafft behindertenfreundliche Zugänge.
  • Ab Juni 2025 gelten strikte gesetzliche Anforderungen durch das BFSG.
  • Unternehmen, die in Barrierefreiheit investieren, setzen ein Zeichen für soziales Engagement und Nachhaltigkeit.
  • Unternehmen können ihre Zielgruppe erweitern und bis zu einer Milliarde potenzieller Kunden gewinnen.
  • Ein Großteil der Kunden bevorzugt barrierefreie Websites und ist bereit, dort mehr Geld auszugeben.

Was ist Barrierefreiheit im Webdesign?

Barrierefreies Internet bedeutet, dass Websites für jeden zugänglich sind, auch für Menschen mit Behinderungen. In Deutschland leben mehr als 7 Millionen Menschen mit schweren Behinderungen. Es ist wichtig, dass digitale Inhalte für sie zugänglich gemacht werden.

Webseiten, die den WCAG folgen, sind leicht wahrnehmbar und einfach zu bedienen. Sie sind klar verständlich und stabil, auch bei technischen Änderungen. Sie müssen für Menschen mit verschiedenen Arten von Behinderungen nutzbar sein.

  • Grafische Inhalte brauchen Textalternativen für Screenreader-Nutzer.
  • Farben müssen stark kontrastieren, damit Farbenblinde sie lesen können.
  • Webseiten sollen auch in hoher Vergrößerung gut lesbar sein.
  • Die Nutzung von Überschriften, Listen und Absätzen hilft bei der Navigation.

Barrierefreiheit betrifft auch die korrekte Nutzung von HTML. Ziel ist es, dass jeder die Webseite leicht nutzen kann, ganz ohne Hilfe.

Ab dem 28. Juni 2025 müssen Websites in Deutschland barrierefrei sein. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz schreibt das vor. Barrierefreiheit zu gewährleisten, bringt auch wirtschaftliche Vorteile. Es erreicht mehr Nutzer und senkt die Absprungrate.

StatistikDetail
Unzugängliche große deutsche WebshopsZwei Drittel der großen deutschen Webshops sind nicht zugänglich (Google und Aktion Mensch Studie)
Kosten für AnalyseEine grobe Analyze der aktuellen Barrierefreiheit kostet etwa €600 bis €1,200.
Automatische WerkzeugeAutomatische Werkzeuge können bestenfalls 30% der Barrierefreiheitsanforderungen zuverlässig prüfen.

Die Gestaltung von Webseiten für Barrierefreiheit ist gesetzlich notwendig. Es ist ein wichtiger Schritt, um das Internet inklusiver zu machen. Es berücksichtigt die Bedürfnisse aller Nutzer.

Für wen lohnt sich barrierefreies Webdesign?

Barrierefreie Webseiten helfen in erster Linie Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Aber sie nutzen viel mehr Menschen als man denkt. Sie machen das Internet für alle zugänglicher und einfacher zu nutzen.

Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen

Für Menschen mit Sehbehinderungen sind barrierefreie Webseiten sehr wichtig. Gute Farben und klarer Kontrast helfen, Texte leichter zu lesen. Auch müssen Texte so geschrieben sein, dass Screenreader sie vorlesen können.

Mehr als 10 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum profitieren davon. Hier sind einige entscheidende Maßnahmen:

  • Hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Alternativtexte für Bilder
  • Strukturierte und gut aufgebaute Inhalte

Nutzer mit motorischen Einschränkungen

Menschen mit motorischen Einschränkungen brauchen Webseiten, die leicht zu bedienen sind. Navigation muss einfach und ohne Maus möglich sein. Tastaturfreundliche Elemente sind hier sehr hilfreich.

Es gibt spezielle Anpassungen für eine leichtere Bedienung. Zum Beispiel:

  • Große Schaltflächen, die leicht anklickbar sind
  • Tastaturfreundliche Navigation
  • Alternativen zu Drag-and-Drop

Nutzer mit Hörbeeinträchtigungen

Webseiten müssen auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zugänglich sein. Wichtig dabei sind Untertitel oder Transkriptionen bei Audio- und Videodateien. Das hilft, Inhalte besser zu verstehen.

Die EU-Richtlinie verlangt barrierefreie Inhalte auch für diese Nutzergruppe. Einige wichtige Punkte:

  • Untertitel bei Videos
  • Transkriptionen bei Audio-Daten
  • Klare und gut verständliche Texte
MaßnahmeNutzen für Benutzer
Hoher KontrastVerbesserte Lesbarkeit
TastaturfreundlichkeitEinfachere Navigation
UntertitelBessere Verständlichkeit von Videos

Barrierefreie Webseiten ermöglich es Menschen mit verschiedenen Einschränkungen, das Web voll zu nutzen. Das macht das Internet inklusiver. Und verbessert auch die Sichtbarkeit im Netz.

Die Bedeutung von Inklusion im Webdesign

Inklusion im Webdesign macht digitale Räume für alle Menschen zugänglich. Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 legen seit 2018 neue Standards fest. Sie gefordern ein *Behindertengerechtes Internet* mit 61 Erfolgskriterien in drei Stufen: A, AA und AAA.

Webdesigner sollten diverse Nutzerbedürfnisse beachten. Das schließt Menschen mit Seh- oder Motorikproblemen ein. Es geht auch um Designanforderungen, wie Farbgestaltung und Textformatierung.

Eine Tabelle zeigt die WCAG-Konformitätsstufen:

KonformitätsebeneAnforderungenBeispiele
AMinimale AnforderungenTextalternativen, Tastaturzugänglichkeit
AAZusätzliche AnforderungenKontrastverhältnisse, skalierbare Texte
AAAErweiterte AnforderungenLesbarkeit, Farboptionen

Personen mit kognitiven Einschränkungen benötigen meist eine einfachere Sprache. Ein *Behindertengerechtes Internet* nützt nicht nur ethisch, sondern ist auch wirtschaftlich klug. >Inklusives Design

Um echte Barrierefreiheit zu gewährleisten, sind kontinuierliche Tests notwendig. Schulungen und Software-Tools helfen dabei, Barrieren zu überwinden.

Rechtliche Anforderungen durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)

Am 28. Juni 2025 startet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verlangt, dass Produkte und Dienste für alle zugänglich sein müssen. Computer, Smartphones und Geldautomaten müssen einfach zu nutzen sein. So können Menschen mit Behinderungen und ältere Personen problemlos am Leben teilnehmen.

BFSG und WCAG-Kriterien

Wichtig beim BFSG ist, dass alles den WCAG-Regeln und der BITV entspricht. Diese Regeln sagen, wie Webseiten und digitale Inhalte einfach nutzbar sein sollen. Texte für Bilder, klare Menüs und gute Farbunterschiede sind Beispiele dafür, was erfüllt sein muss.

Umsetzungspflicht bis 2025

Unternehmen haben Zeit bis zum 28. Juni 2025, die Regeln umzusetzen. Für manches gibt es eine längere Frist. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafen rechnen. Es können Geldbußen bis zu 100.000 Euro sein. Doch sehr kleine Firmen sind manchmal ausgenommen.

  1. Verpflichtung zur Barrierefreiheit für neue Produkte und Dienstleistungen ab 28. Juni 2025
  2. Beachtung von WCAG-Kriterien und BITV-Richtlinien
  3. Übergangsfristen für bestimmte Produkte und Dienstleistungen
  4. Empfindliche Strafen bei Nichteinhaltung
  5. Ausnahmen für Kleinstunternehmen
Produkt/DienstleistungÜbergangsfristVerpflichtung
Selbstbedienungsterminals15 Jahre (bis 2040)Barrierefreiheitsanforderungen
Telefondienste5 JahreWCAG- und BITV-Konformität
Computer, Tablets, SmartphonesKeine ÜbergangsfristSofortige Umsetzung ab 2025

Technische Grundlagen der Barrierefreiheit

In unserer digitalen Welt sind barrierefreie Techniken sehr wichtig für ein inklusives Erlebnis.Diese umfassen viele Technologien und Regeln. Zum Beispiel: Responsives Webdesign, Hilfstechnologien, und Richtlinien für Barrierefreiheit.

Ein wichtiges Gesetz zur Barrierefreiheit soll bis zum 28. Juni 2025 umgesetzt werden. Es basiert auf EU-Richtlinien und legt fest, was für barrierefreie IT nötig ist.

Die WCAG 2.2 Empfehlungen ergänzen die vorherigen WCAG 2.1. Sie machen digitale Inhalte breit zugänglich. Das schließt Nutzer mit ein, die Hilfstechnologien brauchen.

  1. Accessibility-Richtlinien verbessern die Benutzerfreundlichkeit und bauen Barrieren ab.
  2. Korrekte HTML-Strukturen helfen Screenreadern und anderen Hilfstechnologien.
  3. Responsives Webdesign sorgt für eine optimale Darstellung auf unterschiedlichen Geräten.

Besonders wichtig ist die korrekte Verwendung von Alternativtexten für Bilder.

„Ohne Responsive Webdesign und Richtlinien für Barrierefreiheit ist inklusives Webdesign kaum möglich.“

Die folgende Tabelle listet wichtige technische Standards und deren Bedeutung auf:

StandardBeschreibungRelevanz
WCAG 2.2Erweitert WCAG 2.1 für barrierefreie WebinhalteVerbessert die Zugänglichkeit von Webinhalten
ISO ETSI EN 301 549Festlegung der Barrierefreiheitsanforderungen für ICT-ProdukteGewährleistung der Barrierefreiheit für diverse Technologien
BITV 2.0Verordnung in Deutschland für barrierefreie InformationstechnikSicherstellung der Barrierefreiheit im deutschen Web
DIN EN IEC/IEEE 82079-1:2019Einhaltung der Web Content Accessibility GuidelinesStandardisierung und Vereinheitlichung der Zugänglichkeit

Es ist sehr wichtig, Barrierefreiheits-Elemente technisch einwandfrei umzusetzen. So bieten wir allen Nutzern ein gutes Erlebnis. Und wir erfüllen gesetzliche Anforderungen wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Barrierefreies Design für verschiedene Devices

Barrierefreies Webdesign muss überall gut funktionieren. Das gilt besonders für Mobilgeräte. Die Unterstützung von Tablet-optimiertem Design und Mobile Accessibility ist wichtig.

Smartphones und Tablets

Für Touch-Bedienung ist die richtige Größe von Bedienelementen sehr wichtig. Text WCAG empfiehlt für eine gute Bedienbarkeit 24×24 Pixel bei Level AA und 44×44 Pixel bei Level AAA. Dies hilft besonders Menschen, die nicht so gut zielen können.

Darüber hinaus sorgen größere Elemente für eine bessere Bedienung. Besonders für Personen mit Bewegungsschwierigkeiten. Die Verwendung von iOS- oder Android-Komponenten macht Apps barrierefreier und einheitlicher.

  1. Empfohlenes Platzangebot für Bedienelemente reduziert Konflikte und verbessert die Barrierefreiheit.
  2. Größere UI-Komponenten sind essenziell für Menschen mit motorischen Einschränkungen.
  3. Die Nutzung von nativen Komponenten spart Zeit und Kosten bei der Entwicklung.

Ladezeiten und Responsivität

Eine benutzerfreundliche Webseite braucht schnelle Ladezeiten und muss sich an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen können. Um Barrierefreiheit zu steigern, sollte man Animationen begrenzen. Wichtige Infos: Animationen länger als fünf Sekunden müssen angehalten werden können.

Sei vorsichtig mit bewegten oder blinkenden Inhalten. Sie können Personen beeinträchtigen. Apps sollten einfachere Alternativen zur Gestensteuerung anbieten, wie z.B. klickbare Elemente statt Swipe.

KomponenteWCAG Level AAWCAG Level AAA
Mindestgröße Bedienelemente24×24 Pixel44×44 Pixel
PlatzangebotEmpfohlenEmpfohlen
UI-Komponenten für motorische EinschränkungenEmpfohlenEmpfohlen

Kommerzielle Chancen durch Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im Web ist nicht nur eine moralische Sache. Sie kann auch die Wirtschaft ankurbeln. Durch barrierefreie Produkte erreichen Firmen mehr Leute. In Deutschland nutzen zum Beispiel drei Viertel der Über-16-Jährigen ein Smartphone. Barrierefreie Apps und Websites sind also sehr gefragt.

Große Firmen profitieren, wenn sie ein spezielles Team für barrierefreies Design haben. Das hilft, Produkte zugänglicher zu machen. Die EBU sagt, dass in Europa 30 Millionen Menschen Sehprobleme haben. Sie alle sind wichtige Kunden.

Ältere Menschen kaufen viel online und brauchen einfache Webseiten. Wenn Seiten leicht zu nutzen sind, bleiben sie treue Kunden. Mehr als die Hälfte nutzte 2020 Online-Banking in Deutschland. Das zeigt, wie wichtig gute Webseiten sind.

Webseiten, die für alle zugänglich sind, werden in Suchmaschinen besser gefunden. Das nennt man SEO. Bessere Sichtbarkeit bringt mehr Besucher. Und das steigert den Verkauf.

Fehlende Barrierefreiheit bedeutet oft, dass Kunden wegklicken. Bis zu 30 % Verlust kann das bedeuten. Deshalb sind barrierefreie digitale Angebote so wichtig.

Wir glauben: Investitionen in Barrierefreiheit bringen Firmen langfristig voran. Es nutzt nicht nur Menschen mit Einschränkungen. Es macht Webseiten für alle einfacher zu bedienen.

MaßnahmeVorteil
Bildschirmleser-OptimierungVerbesserte SEO und Nutzererfahrung
Barrierefreie NavigationErhöhte Kundenbindung und -zufriedenheit
Möbilfreundliche WebseitenErweiterte Zielgruppenreichweite
Einbindung von KI-OverlaySteigerung der Barrierefreiheit um bis zu 80 %

Praktische Tipps für die Umsetzung

Barrierefreiheit im Webdesign wird immer wichtiger. Es geht um ethische Verpflichtungen und gesetzliche Anforderungen. Hier sind Tipps, um Ihre Webseite benutzerfreundlicher zu machen.

ALT-Texte und Untertitel

Beginnen Sie mit ALT-Texten für Bilder und Untertiteln für Videos. Dies hilft Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen. Die BITV 2.0 und EN 301549 empfehlen beschreibende Texte für besseren Zugang.

Dies verbessert die Bedienbarkeit und bietet verständliche Kontexte. So erreichen Sie mehr Nutzer.

Verständliche Kontexte

Einfache Navigation und verständliche Sprache

Die Navigation sollte klar und einfach sein. Eine klare Menüstruktur und verständliche Sprache helfen dabei. Dies schafft Vertrauen und verbessert die Zusammenarbeit.

In Deutschland gibt es 7,8 Millionen Menschen mit schweren Behinderungen. Eine durchdachte Webseite hilft allen. Folgen Sie den WCAG 2.1 Richtlinien und spezifischen Gesetzen wie der BayDiV.

Digitale Barrierefreiheit ist ein Muss, ethisch und gesetzlich. Wichtig sind eine gute Recherche und Qualitätssicherung. Dies hilft, allen Menschen Zugang zu bieten.

Fazit

Die Bedeutung von Barrierefreiheit im Webdesign wächst. Von Mai bis Dezember 2020 gab es mehr Vorträge und Schulungen als in den drei Jahren davor. Dies zeigt, wie wichtig Zugänglichkeit für unsere digitale Zukunft ist.

Die Pandemie hat Probleme vergrößert. Viele Tools für Kommunikation sind nicht einfach zugänglich. Besonders Menschen mit Behinderungen finden neue Barrieren online, wie Sehbehinderte und Gehörlose. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Barrierefreies Design hilft uns, inklusiv zu sein. In den USA leben 61 Millionen Menschen mit Behinderungen. Unternehmen, die Barrierefreiheit wichtig finden, können mehr erreichen. Jeder Nutzer profitiert von einem zugänglichen Design.

Wir müssen eine inklusive digitale Zukunft schaffen. Designer, Entwickler und Content-Ersteller müssen zusammenarbeiten. So kann jeder die Vorteile des Internets genießen. Barrierefreiheit und Inklusion müssen immer im Mittelpunkt stehen.

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